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Donnerstag, 23. Juni 2011

Langer Unterschenkel

Ich möchte meine ganz persönliche Meinung über den zu langen Unterschenkel (second thigh) beim Whippet so zu kurz wie möglich hier niederlegen:
Jede Übertreibung die vom Standard abweicht, beeinträchtigt automatisch die Körperkonstruktion. Von ihr hängt das Gangwerk ab. Ein zu langer Unterschenkel führt in den meisten Fällen zu einer breiten Hinterhandaktion wie bei Whippet B. Etwas genauer betrachtet, erkennt man sogar, die Aktion wirkt leicht gezwungen, die Pfote wird durchgetreten bis zur Knieehle, wärend bei Whippet A die Aktion locker, leicht und frei wirkt. Sie zeigt uns das vielgelobte ‘daisy- cutting’ Gangwerk:

Richtig
A- 'daisy-cutting' Aktion wie im Bilderbuch, leichtfüssig und frei:

Der wunderschöne, 1995 geborene Multi- Ch aus England mit dem Namen Birkonbrae True E'Nuff aus der Zuchtstätte von Barbara R Anderson-Illingsworth zeigt funkionsfähiges Gangwerk. Er ist ein Halbbruder von 'Dutch'. @ Malin Westlie (Macawe Whippets)
Falsch
B- Ein zu langer Unterschenkel führt zur breiten Hinterhandaktion (hellblaues Umfeld). Anstatt auf den Pfoten, läuft dieser Whippet fast schon auf der Knieehle (rot). Die Aktion wirkt gezwungen...

Ein zu langer Unterschenkel der Hinterhand bringt nichts, sondern stört die Funktionalität des Whippets. Was im Stand noch dynamisch wirkt, geht in der Aktion völlig verloren. Auch mich fazinieren diese modern Showwhippets, auf den ersten Blick haben sie etwas ansich was man als ‘eye catching’ bezeichnet. Dieser Übertreibungsfehler wirkt zwar fliessend, doch der Schein trügt. Viele Betrachter finden dies wunderschön. Jedoch handelt es sich um eine überflüssige Schönheitsvorstellung welche seit einigen Jahren zum Züchtermodetrend wurde. Die meisten Whippets die mit diesem Fehler behaftet sind, (also einen übertrieben langen Unterschenkel haben), zeigen ineffektives Gangwerk im Kommen und Gehen und von der Seite. Das hochgelobte ‘daisy-cutting’ Gangwerk geht durch solch eine Hinterhand verloren.
Fazit:
Wir dürfen nie vergessen, der Standard warnt und verlangt ausdrücklich Ausgewogenheit der Körperproportionen und Symmetrie der Körperlinien, dies ohne jede Übertreibung.

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